Türkei - sprichwörtliche Gastfreundschaft

In der Zeit vom 23. – 28.03.2004 nahm eine Gruppe von 26 IPA-Mitgliedern und IPA-Freunden der Verbindungsstelle Schwäbisch Hall das Angebot des Reiseveranstalters „SUN & DEM“ aus Pforzheim wahr und flog in die Türkei.

Das von Selim Demiröz, selbst IPA-Mitglied in Istanbul, zusammengestellte Programm versprach sehr interessant und abwechslungsreich zu werden. Um es gleich vorweg zu nehmen, unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen, nicht zuletzt durch die persönliche Betreuung von Selim Demiröz und seiner Ehefrau Sophie während der gesamten Reise.

Nachdem sich unser Abflug am Flughafen Frankfurt um ca. 1 ½ Stunden verzögert hatte, landeten wir erst gegen 0.45 Uhr in Istanbul und trafen nach einer längeren Busfahrt und der Überquerung des Marmara-Meeres mit einer Fähre schließlich gegen 03.00 Uhr in unserem Hotel, dem „Best-Western-Elegance-Ressort“ in Yalova ein, wo wir trotz unserer Verspätung überaus freundlich mit einem Begrüßungscocktail empfangen wurden.

Bereits auf der nächtlichen Fahrt vom Flughafen zu unserem Hotel wurden uns die riesigen Dimensionen der 15 Millionen- Metropole Istanbul so richtig bewusst.

Am nächsten Morgen standen ein Besuch eines Verkehrspolizeireviers und beim Polizeipräsidenten von Yalova, vergleichbar mit dem Leiter einer Polizeidirektion, auf dem Programm. Bereits bei diesen ersten, offiziellen Besuchen konnten wir die sprichwörtliche Gastfreundschaft der türkischen Kollegen und deren Offenheit und Interesse spüren.

Am Nachmittag unternahmen wir in Begleitung einiger türkischer Kollegen einen Bummel über den Basar von Yalova. Am späteren Nachmittag besuchten wir das Thermalbad von Yalova und hatten dort Gelegenheit in 35 Grad heißem Thermalwasser in einem Hamamm zu baden, eine türkische Sauna aufzusuchen oder sich massieren zu lassen. Auf diese äußerst angenehme Art und Weise war der anstrengende Anreisetag schnell vergessen. Der krönende Abschluss dieses Tages war der Besuch eines typisch, türkischen Restaurants, wo wir Fischspezialitäten unterschiedlichster Art probieren konnten.

Am darauffolgenden Tag kamen die touristischen Highlights von Istanbul bei einer Besichtigungstour voll zum Tragen. Wir besuchten die historische Altstadt und besichtigten die weltberühmte Hagia Sophia, die Sultanahmet–Moschee, das Hippodrom, den Topkapi-Palast und den gedeckten Basar. Leider hatten wir nicht genügend Zeit für diese grandiosen Sehenswürdigkeiten, waren aber immer wieder überrascht, wie Selim Demiröz uns durch den für unsere Verhältnisse chaotischen und äußerst hektischen Verkehr von Istanbul führte. Am Abend besuchten wir ein Restaurant in Istanbul, in dem die legendäre „Sultana’s- 1001-Night-Show“ dargeboten wurde, wo man bei einem ausgiebigen Abendessen mit verschiedenen Bauchtanz- und anderen Showeinlagen vorzüglich unterhalten wurde. Dass diese Show etwas Besonders ist, wurde uns auch durch die Vielzahl der ausländischen Gäste aus aller Herren Länder schnell bewusst.

Nach einer erneut sehr kurzen Nachtruhe stand am Vormittag des dritten Tages die Besichtigung des „Dolmabahce-Palastes“ auf dem Programm. Auch hier hat es Selim Demiröz wieder geschafft, einen hervorragenden, äußerst sachkundigen und vor allem deutschsprachigen Führer, zu besorgen.

Anschließend besuchten wir eine der drei Polizeischulen in Istanbul, die „Etiler-Polizeischule“ und wurden vom dortigen Schulleiter und seinem Stab sehr herzlich empfangen. Wir wurden in eine Klasse geführt und durften auch am Abschlussappell, der immer freitagnachmittags in einer großen Halle durchgeführt wird, teilnehmen. Beeindruckend war das disziplinierte Verhalten und das sichere Auftreten der Polizeischüler, auf das offensichtlich von Seiten der Polizeiführung sehr viel Wert gelegt wird. Dies zeigte sich nicht zuletzt beim Absingen der türkischen Nationalhymne am Ende des Appells. Nach dem üblichen Austausch von Gastgeschenken setzten wir unsere Tour fort und begaben uns für eine 2-stündige Bootsfahrt auf den Bosporus. Dort konnten wir Istanbul von einer neuen Perspektive, nämlich vom Wasser aus, bewundern. Beim anschließenden Abendessen im Polizeigästehaus „Beylerbeyi“, welches direkt am Bosporus liegt, hatten wir wieder Gelegenheit Kontakt mit türkischen Kollegen aufzunehmen. Dieses gut besuchte Restaurant ist ausschließlich Polizeibeamten und ihren Familien vorbehalten und wird von diesen auch regelmäßig in Anspruch genommen.

Am 4. Tag brachen wir gleich nach dem Frühstück zu der ca. 1,5 Stunden entfernt gelegenen Stadt Bursa auf. Dort sahen wir uns die große Moschee und den uralten Basar an. Der Ausflug nach Bursa hat sich auch deshalb gelohnt, weil dort eher typisch, türkisches Leben zu beobachten war als in der Metropole Istanbul. Nach der Rückkehr in unser Hotel in Yalova stand dort am Abend unser Abschluss-Dinner auf dem Programm, zu dem auch wieder Gäste der Polizeiführung Yalova sowie der IPA Istanbul eingeladen waren.

Nach dem Essen wurde wie in der Türkei üblich getanzt. Hierbei ergaben sich ganz spontan und unkompliziert freundschaftliche Kontakte auch zu anderen Hotelgästen.

Nach einer wieder einmal zu kurzen Nachtruhe brachen wir am Sonntag dem 28.03.2004 zu unserem letzten Tag in Istanbul auf. Kurz entschlossen besuchten wir unplanmäßig – um die Mittagszeit – das Restaurant „Gülistan Sofrasi“ beim Hafen in Istanbul, wo wir ein hervorragendes Mittagessen mit ostanatolischen Spezialitäten vorgesetzt bekamen.

Unsere beiden Busfahrer holten dann mit einer „halsbrecherischen“ Fahrt durch das Verkehrsgewühl von Istanbul die verlorene Zeit wieder ein und schafften es irgendwie, doch noch rechtzeitig zum Flughafen von Istanbul zu kommen. Nachdem wir dann dort unser Gepäck und auch ein etwas sperriges, ca. 150 cm hohes Blumengesteck in einem Terrakotta-Kübel, welches uns vom Polizeipräsidenten von Yalova als Abschiedsgeschenk überreicht worden war, eingecheckt hatten, nutzen wir die Wartezeit, um die letzten Tage kurz Revue passieren zu lassen. Übereinstimmend haben alle Reiseteilnehmer festgestellt, dass sich diese Reise auf jeden Fall gelohnt hat und dass wir alle gerne noch ein paar Tage geblieben wären. Das Verhältnis zu unserem Reiseleiter Selim, seiner Ehefrau Sophie, unserer Dolmetscherin Beste und unserem Busfahrer Mehmet kann als überaus freundschaftlich bezeichnet werden, was sich auch darin zeigte, dass beim Abschied auf dem Flughafen Istanbul doch einige Tränen flossen.

Wir werden diese Türkei-Reise ganz sicher in angenehmer Erinnerung behalten und hoffen, dass unser Angebot an unsere türkischen Freunde, uns in Schwäbisch Hall zu besuchen, auch angenommen wird. Abschließend möchte ich mich nochmals bei Selim Demiröz bedanken, ohne den eine solche Reise sicher nicht möglich gewesen wäre. Wir können diese Istanbul-Reise uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffen, dass viele Kollegen das Angebot der Firma „SUN & DEM“ wahrnehmen und Istanbul und die Türkei besuchen.

Servico per amikeco